Schnellkurs Noten lesen lernen

Noten lesen lernen ist nicht schwer! Zwar kann ich wohl niemandem in 5 Minuten beibringen ein ganzes Lied fehlerfrei vom Blatt nach Noten zu singen, aber die Grundlagen dafür sind in eben dieser Zeit gut zu erklären, los gehts!

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Kaum habt Ihr diesen Artikel geöffnet, schon lernt Ihr Euren ersten Ton und gleich einen recht besonderen: das A

Aber ein Schritt nach dem anderen. Ihr seht 5 Linien, das sind die Notenlinien, dann seht Ihr gleich zu Beginn der Zeile ein verschnörkeltes Etwas, den Notenschlüssel. 5 Notenlinien gibt es immer, Notenschlüssel dagegen gibt es verschiedene. Viele Instrumente benutzen den obigen Notenschlüssel, er nennt sich auch “Violinschlüssel”. Der Schlüssel gibt an, wie die Noten auf den Zeilen liegen. Im Violinschlüssel liegt das A zwischen der 2. und 3. Notenzeile. Das A ist deshalb ein besonderer Ton, weil viele Stimmgeräte und Stimmgabeln diesen Ton als Stimmvorlage angeben. Auch im Orchester gibt die Oboe den anderen Instrumenten ein A vor, nachdem sich dann alle richten. Gibt es denn unterschiedliche A? Klingt vielleicht verwirrend, ist es aber nicht: Jeder Ton hat eine bestimmte Frequenz, besser gesagt einen Frequenzbereich! Ein A kann zum Beispiel mit 420 Herz (sehr tief) oder auch 443 Herz  (recht hoch) schwingen. Viele Stimmgabeln geben ein 440 Herz A, wer sich ernsthaft für Noten interessiert, ist hiermit herzlich aufgefordert sich eine Stimmgabel (ca. 3,50 Euro) im nächsten Musikgeschäft zu besorgen. :)

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Ein Ton kommt selten allein und so gibt es noch 6 weitere Tonnamen die man sich merken kann. Das macht insgesammt nur 7 verschiedene Tonnamen! Ihr seht, es bleibt übersichtlich. Und damit sich diese 7 Töne noch leichter merken lassen, gleich eine Eselsbrücke:

Der Esel Frisst Gern Abends Harte Cracker.

Es könnte aber auch heißen: Don Emilio Futtert Gerade Argentinische Himbeer Creme. Ihr seht, Lernen kann auch Spaß machen und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Jetzt kommt vielleicht die Frage auf, was denn nach dem C kommt? Nach dem C kommt wieder ein D und der ganze Spaß wiederholt sich. Dazu später mehr.

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Noten haben – genau wie wir – Hälse. Allerdings gibt es bei ihnen mehrere Möglichkeiten, wo sich dieser Hals befinden kann. Verwirrend? Ist aber garnicht so schwer zu verstehen: Man kann sagen, dass die Hälse der Noten nach unten zeigen, welche sich über der mittelsten Notenzeile befinden. Alle Noten die unterhalb der mittelsten Notenlinie liegen, haben einen Hals, der nach oben zeigt. Und was ist mit der Note AUF der mittelsten Linie? Nun, da hat man die Wahl. Vielleicht fragt sich jetzt der/die ein oder andere, warum das so ist. Es ist einfach praktisch, so ragen zB. kaum Hälse weit über die Notenzeilen hinaus. Auf dem oberen Bild seht Ihr übrigens die Töne A und E.

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Da sich die Notennamen immer wieder wiederholen und nach jedem C wieder ein D kommt, gibt es zwangsläufig mehrere Noten mit gleichen Namen. Im Gegensatz von Menschen mit gleichen Namen, haben Noten mit gleichen Namen immer etwas gemeinsam! Im Grunde handelt es sich um den gleichen Ton, nur “eine Oktave” höher oder tiefer. Spielt man zum Beispiel ein A gleichzeitig in mehreren Oktaven, hört der Zuhörer garnicht richtig, dass mehrere Töne gespielt werden, er hört nur, dass der Klang voller wird! Spannend, oder? Im Wort Oktave steckt die 8, denn wenn man von einem A zum nächsten A zählt (und dabei die beiden A mitzählt), kommt man auf 8 Töne. Die beiden Töne einer Oktave und die 6 Töne dazwischen ergeben zusammen eine Tonleiter. Ihr wisst nicht was eine Tonleiter ist? Nun, ihr habt heute schon eine gesehen. Im Bild mit den Notennamen seht ihr eine. Sie beginnt mit D und würde auch wieder auf D enden, das hohe D habe ich aber nicht hingeschrieben. Wollt ihr wissen wie eine Tonleiter klingt? Dann singt einfach mal den Anfang von “Alle meine Entchen”. Das Lied beginnt – genau wie eine Tonleiter – mit 5 aufeinander folgenden Tönen. Eine Tonleiter würde einfach noch ein paar Töne weiter “Berg auf” steigen.

Im oberen Bild, gibt es noch ein paar Linien mehr, als die 5 schon bekannten Notenlinien. Alle Töne die über die 5 Notenzeilen hinausgehen, bekommen “Hilfslinien”, ich habe sie im Bild grün markiert.

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Jetzt haben wir es auch schon fast geschafft. Eines ist noch recht wichtig: die Vorzeichen! Es gibt Kreuze und es gibt B`s. Ein Kreuz macht einen Ton um einen halben Ton höher, ein B um einen halben Ton tiefer. Erhöhte Töne bekommen die Endung -is an Ihren Namen angehängt. So wird zB. aus einem D ein Dis, aus einem A ein Ais, aus einem C ein Cis. Nur das H ist eine Ausnahme! Natürlich kann man aus H auch His machen, aber diese His entspricht dem C. Das liegt daran, dass das H und das C (genauso das E und das F) von Natur aus nur einen Halbton auseinander liegen. Alle anderen Töne liegen aber einen Ganzton (also 2 Halbtöne) auseinander. Steht vor einem Ton nun aber ein B, so bekommt der Notenname die Endung -es. So wird aus D ein Des, aus C ein Ces, aus E ein Es, nur aus H wird ein B – das ist einfach so.

Das sind die Grundlagen, die Ihr für das Notenlesen braucht.

Eines möchte ich noch anfügen: Man kann von jedem Ton aus eine Tonleiter beginnen! Die Anordnung von Halb und Ganztönen innerhalb der Tonleiter, bestimmt über das Tongeschlecht. Ihr habt vielleicht schon etwas von Moll und Dur gehört? Nun, Dur klingt eher heiter. “Alle meine Entchen” ist ein Lied in Dur. Die meisten Lieder haben das Tongeschlecht DUR. Trauermärsche sind dagegen ziemlich sicher in Moll. Wer es ganz genau wissen möchte: Ob eine Tonleiter in Dur oder in Moll steht, hängt von ihrem 3. Ton ab (der erste Ton wird mitgezählt). Das Intervall vom ersten zum dritten Ton nennt man “Terz”. Ist die Terz “groß” (zwischen Anfangs und Endton liegen 5 Halbtöne), dann ist die Tonleiter in DUR. Ist die Terz aber “klein” (nur 4 Halbtöne Abstand), dann handelt es sich um eine Tonleiter in Moll.

So, soviel für Heute. Wenn Ihr Fragen habt, stellt sie einfach!

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